95% der Penny Stocks sind Müll!

95% der Penny Stocks sind Müll

Es gibt ein allgemeines Gerücht, dass die Penny Stocks (in Deutschland sind das die Werte mit dem Aktienkurs unter 1 Euro, in USA unter 5 Dollar) potenzielle Pleitekandidaten sind.

Diesem Mythos möchte ich zum Teil widersprechen. Pennystocks sollten nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Zuerst muss man feststellen, daß ein niedriger Aktienkurs nicht gleichzeitig bedeutet, dass die Aktie billig ist. Genauso bedeutet ein sehr hoher Aktienkurs (es gibt Aktien die über zehntausend Euro je Aktie kosten) nicht dass die Aktie teuer ist. Sie kann sehr billig sein, obwohl der Kurs optisch teuer ist. 

Billig oder teuer ist eine Aktie einzig und allein dadurch, wie der Kurs in Relation zu den Einkünften/Gewinnen des Unternehmens steht. Welchen Preis ich also für die Gewinne oder zu erwartenden Gewinne zahle. 

Generell muss man bei Aktien die sehr, sehr niedrig sind auf jeden Fall vorsichtig sein. Es gibt tausende von Biotechfirmen, Rohstoffunternehmen (besonders Goldminenaktien seien hier erwähnt) und anderen Unternehmen, deren Geschäftsmodell einzig und allein darin besteht, dem unerfahrenen Anleger mit Pennystocks das Fell über die Ohren zu ziehen. 

Es gibt jedoch auch die Situation, dass ein seriöses Unternehmen in die Penny-Stock Kategorie gehört, indem es zum Beispiel massiv in die Verlustzone rutscht. Das Geschäftsmodell wackelt und die Zukunftsaussichten im Moment nicht ganz rosig oder verschwommen für die Anleger sind. Unternehmen also deren Businessmodell nicht darin besteht Anleger zu schröpfen. Bei diesen Aktien/Unternehmen lohnt es sich genauer hinzuschauen, was sich hinter dem vermeintlich billigen Aktienkurs verbirgt. Auch sehr große und bekannte Unternehmen gelangen hin und wieder einmal in die Pennystockkategorie. 

Meiner Meinung nach kann man unter gutausgesuchten Penny-Stocks eher einen Tenbagger finden als unter üblichen Blue-Chips Unternehmen (aus der Sicht von absehbarer Zeit).

Peter Lynch WikipediaEiner der bekannteren Investoren, die mit Pennystocks sehr gut Geld verdienten war Peter Lynch. Er kaufte die Vyrsity Group Aktie für 30 Cent und verkaufte Sie ein paar Jahre später für mehr als 6 Dollar je Aktie. Sowas nennt man einen Twentybagger (verzwanzigfacht). 

John Templeton ist ein weiterer erfolgreicher Investor im Bereich Penny Stocks.

Wie auch immer gilt bei den Penny Stocks das ungeschriebene Gesetz der Kapitalmärkte: wer eine höhere Rendite erreichen möchte, MUSS auch bereit sein höhere Risiken zu tragen. There is no Freelunch an der Börse. Ein detaillierter Blick in die Bilanzen und Geschäftsberichte schadet dabei nicht. 

Zu diesem ungeschriebenen Gesetz der Börse und Finanzmärkte: höhere Rendite NUR über höheres Risiko und ob ein Freelunch zum Teil möglich ist schreibe ich in einem späteren Beitrag noch etwas. 

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