Tussi’s Depotupdate

Depotupdate

Ein Update und Infos zu meinem aktuellen Depot:

  • Die größte absolute Position im Depot ist die Münchner Rückversicherung mit einer Performance von 27,58%.
  • Die größte Performance im Hauptdepot hat die Softbank mit 47,32%.
  • Die größte Branchenposition ist bei mir die Ölindustrie samt Dienstleistungsunternehmen der Branche wie Ölplattformhersteller/Serviceunternehmen wie Schlumberger und Kinder Morgan, die tausende Kilometer an Ölpipelines unterhalten. Gewichtung im Depot liegt aktuell bei 26%.
  • Der größte Verlierer auf prozentualer Basis ist die Lufthansa Aktie mit -69,40% Kursverlust per heute. Darüber kommt noch ein extra Post über meinen größten Fehler bisher an der Börse.
  • Der Cashbestand ist aktuell 12%.

Verbesserungsvorhaben:

  • Ich muss konzentrierter investieren. 24 Positionen ist eine gute Diversifizierung. Dennoch sind 26% in der Ölbranche aktuell etwas zuviel. Mein langfristiges Ziel ist, die Anzahl der Positionen eher auf 15-20 zu reduzieren. Des Weiteren möchte ich meinen Cash Bestand bis zum Herbst auf 20% erhöhen. Und diese 15 bis 20 Positionen sollten dann idealerweise so aussehen, dass ich nur sehr selten umschichten oder verkaufen muss. Das heisst Unternehmen mit sehr guten Geschäftsmodellen, tollen Produkten und Unternehmen, die tatsächlich existieren und idealerweise seit Jahrzehnten profitabel im Geschäft sind. Reissbrett und Hoffnungsunternehmen werde ich meiden.

 

Seit dem letzten Update hat sich mein Depot deutlich verändert. Die früher bedeutendste Position mit Wirecard (10% Depotanteil) ist verkauft. Ich habe mich von dem Aschheimer Unternehmen nach der ersten Razzia anfangs Juni komplett verabschiedet und bereits vorher die Position über Monate reduziert. Der Durchschnittseinstiegskurs lag bei 107 Euro. Der Durchschnittsausstiegskurs lag bei ca 95 Euro. Somit musste ich einige Verluste realisieren. Der Verlust hält sich noch in Grenzen, wenn man bedenkt, dass die Aktie jetzt bei 1-3 Euro schwankt. 

Meine Hauptwette für die nähere Zukunft bleibt in der Öl und Gasindustrie. Die Ölpreise lagen während der Corona Krise sogar im historisch negativen Bereich, die Futures und Terminmärkte haben bewiesen, dass auch negative Kurse am Kassamarkt möglich sind. Der Grund waren und sind zum Teil immer noch volle Öllager und natürlich eine deutlich geringere Nachfrage nach Öl und Gas. Wir reisen weniger, wir produzieren weniger, wir konsumieren weniger. Dieses absolut extreme Phänomen ist für die Geschichtsbücher – du hättest quasi Geld bekommen, indem du Öl abnimmst. Solche Ereignisse sind natürlich wie ein 6er im Lotto und werden sich so schnell nicht wiederholen. Der Ölpreis ist ja dann auch innerhalb von einer Woche vom negativen Bereich deutlich höher gegangen und liegt jetzt für West Texas Intermediate (WTI) bei gut 40 US Dollar je Barrel. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass sich meine Ölwette in 1-2 Jahren auszahlt, wenn die Corona Sorgen endgültig vorbei sind und ein Impfstoff vorliegt.

Die Aktienmärkte sind aktuell definitiv teuer als definitiv billig. Es ist klar, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird. Nichtsdestotrotz spiegeln viele Unternehmen nicht annähernd die Gewinnerwartung der Unternehmen wieder. Oder anders ausgedrückt, die Aktienkurse haben bereits eine phänomenale Gewinnentwicklung “nach” Corona und darüberhinaus für die nächsten 2 Jahre vorweg genommen. ABER. Wir befinden uns noch mitten drin in Corona. UND die Kurse sind so weit vorgeprescht, dass die Hoffnungen meiner Meinung nach nur noch enttäuscht werden können. 

Die Haupttreiber für diese Kursentwicklung sind psychologischer und zockerlogischer Natur, getrieben durch massive Expansionspolitik der Notenbanken. Zinsen gegen Null oder negativ, die Zentralbanken der EU und USA sind bereit inzwischen fast alle Anleihen “aufzukaufen”. Nicht nur Anleihen von Staaten sondern auch Anleihen von Unternehmen kaufen die Notenbanken bereitwillig auf und fluten damit die Märkte mit billigem Geld. Und dieses Geld findet auf den einen oder anderen Weg auch in die Aktienmärkte.

 

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