Zeit für Plan „B“?

Bitcoin Blase

Viele Kryptowährungen (87%) sind schon verschwunden. Aktuell gibt’s über tausende von denen. Im Grunde kann fast jeder seine eigene Kryptowährung schaffen nachdem er oder sie ein Buch über Blockchains gelesen hat.

Die Kryptos sind dezentralisiert und anonym und werden daher gerne von Kriminellen genutzt, die Geldwege verschleiern müssen. Die Zahlungssysteme dieser Welt brauchen eine gesetzliche Regulierung.

Sei es Bitcoin oder eine andere Kryptowährung – sie haben keinen Bezug zur realökonomischen Wertschöpfung. Hinter dem Bitcoin stehen eine Blockchain (ein Datensatz) und Stromverbrauch. Sie werden mit „normalem“ Geld gehandelt. Weil das „normale“ Geld einen wahren Bezug zur Wirtschaft hat.

Bitcoin kann auch nie eine offizielle Währung werden, da es sich als Tauschmedium nicht eignet. Heute kannst Du 3 Tüten Milch für einen Bitcoin kaufen und in einer Woche nur noch 1 Tüte. Eine offizielle Währung wie der Euro oder der US Dollar erfüllen die Tausch- und Wertfunktion des Geldes viel besser. 

Bitcoin ist nicht sicher. Eine der grössten Bitcoin Börsen, da wo Du Deine Bitcoins wieder in Euro eintauschen kannst, wurde gehacked und es sind Millionenbeträge verschwunden. Ich habe noch nie gehört, dass eine Sparkasse gehacked wurde und Millionen der Anleger und Sparer spurlos verschwunden sind. Allein in 2019 gab es über 7 Hacks von Kryptowährungen. Einer der grössten Hacks war Mt. Gox in 2011 mit damals umgerechnet 450 Millionen Dollar, die den Anlegern/Sparern geklaut wurden. 

Eine begrenzte Menge an Bitcoins soll Inflation ausschliessen. Mit dieser Tatsache wäre jedoch die Finanzierung einer wachsenden Wirtschaft unmöglich. Das ist ja einer der Vorteile von Geld. Das System, das dahintersteht, und es den Banken ermöglicht Geld zu schöpfen. Ein Goldstandard macht Kredite für Unternehmen und Häuslebauer nicht mehr möglich bzw. erschwert diese ungemein. Wollen wir das wirklich ? Auch die Kursschwankungen des Goldes sind verheerend für die Wirtschaft eines Landes. Wenn Gold in kurzer Zeit um mehrere hundert Prozent steigt (was passieren kann und passiert ist) muss die Notenbank immer mehr Geld der Wirtschaft entziehen, um den Goldstandard am laufen zu halten. 

Das war auch einer der Gründe, warum der Goldstandard für den US-Dollar im Jahr 1971 von Robert Nixon aufgehoben wurde. Er war durch den Vietnamkrieg schlicht und ergreifend nicht mehr finanzierbar für die USA geworden.

Die Wertsteigerung ist auch nur eine reine Spekulation darauf, dass es jemanden gibt, der es einem teuerer abkauft. Die Nachfrage ist aktuell grösser als das Angebot, was zu steigenden Preisen führt. Eine Währung, um die Funktion als Geld/Tausch/Zahlungsfunktion zu erfüllen, sollte niemals Objekt der Spekulation sein. Die Bitcoin Anhänger, meiner bescheidenen Meinung nach, wissen zum Teil nicht wovon Sie reden oder sind geblendet von der Spekulationssonne die sehr heiss strahlt in der Bitcoin Welt.

Und diese Tatsache an sich ist Grund genug davon die Finger zu lassen. Ein echtes Investment, eine echte „Geldanlage“ zeichnet sich dadurch aus, daß es auch einen echten Wert gibt. Eine Eisdiele hat einen Wert, sie bringt monatlich Umsatz und hoffentlich Gewinn. Ein Automobilhersteller hat einen Wert. Daimler baut schöne Autos und verdient damit echtes Geld. Was für einen echten Wert hat ein Bitcoin? Genau. Gar keinen. 

Der Bitcoin-Hype ist eine Spekulationsblase. Und alle Blasen enden immer in einem Crash. Wir wissen noch nicht, ob der Bitcoin-Preis auf 70 000 oder 100 000 Euro steigt. Alles was wir wissen – wie die früheren Blasen in der Geschichte abgelaufen sind – dass alle Spekulationsblasen ein sehr böses Ende nehmen. Im Fall von Bitcoin wird es wohl auf ein wertlos hinauslaufen. Solange Bitcoin keinen echten Wert darstellt und die Funktion als Tauschmedium nicht erfüllt wie normales Geld, ist Bitcoin völlig wertlos. Der einzige Wert besteht darin, dass man versucht einen zu finden der es noch teurer abkauft. Der echte Wert von Bitcoin bleibt dadurch trotzdem NULL.

Es gibt viele Menschen, die mit Bitcoin reich geworden sind. Für einen renditehungrigen Anleger sind die Kryptowährungen bestimmt ein gutes Zockerinstrument, wenn man es dann rechtzeitig schafft auszusteigen.

Was bleiben wird nachdem der Bitcoin gestorben ist, und die Spekulanten Haus und Hof verloren haben, ist die Technologie an sich. Die Blockchain Technologie wird in anderen Anwendungen genutzt wie z.B. von Banken um den Zahlungsverkehr noch sicherer zu machen. Was eine Blockchain ist könnt Ihr hier nachlesen.

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